Adwords-Änderung: Google überprüft pausierte Anzeigen
Veröffentlicht am 30. Aug, 2011 von Simon Gall in SEM
Google hat heute in einer Mail an alle Adwords-Kunden angekündigt ab dem 6. September pausierte Anzeigen in der gleichen Weise zu überprüfen wie aktive Anzeigen. Ziel ist es unnötige Verzögerungen bei der Freigabe von Anzeigen zu vermeiden.
Für den Großteil der Adwords-Kunden hat die Änderung kaum Auswirkungen, da sie neue Anzeigen meistens direkt aktivieren und diese dann ohnehin geprüft wurden. Für Agenturen, die für Ihre Kunden Kampagnen planen und einstellen bringt die Änderung jedoch enorme Vorteile mit sich. In der Online-Mediaplanung werden Kampagnen zum Großteil in Flights geplant, die zu einem bestimmten Zeitpunkt starten und enden müssen. Vor allem bei Banner-Kampagnen im Google Display-Netzwerk hatte man bislang das Problem, dass die Banner unter Umständen beim geplanten Kampagnenstart nicht direkt live waren, da sie nach der Aktivierung zunächst geprüft werden mussten. Die Überprüfung der Anzeigen kann dabei bis zu 3 Tagen dauern. Alternativ konnte man versuchen die Banner vor dem Start kurz zu aktivieren um sie nach der erfolgten Überprüfung schnell wieder zu pausieren. Hierbei musste man dann aber, wenn man nicht schnell genug war, verfrühte Impressions und Klicks in Kauf nehmen.
Die proaktive Überprüfung pausierter Anzeigen ist ein sinnvoller Schritt mit dem das Google Display-Netzwerk planbarer wird, da man jetzt Banner und Textanzeigen früh genug pausiert ins Konto laden kann, damit sie zum geplanten Kampagnenstart bereits freigegeben sind.
Instant Previews für Adwords
Veröffentlicht am 27. Apr, 2011 von Simon Gall in SEM
Im November letzten Jahres hatte Google das neue Feature “Instant Previews” in den Suchergebnissen global eingeführt. Mit Klick auf das Instant-Previews-Symbol (Lupe) neben einem Suchergebnis hat man seitdem die Möglichkeit sich eine Vorschau der entsprechenden Webseite anzuschauen. Mit dem Feature kann man sich schnell einen Überblick über die Ergebnisse verschaffen und noch schneller ans Ziel seiner Suche gelangen.
Was sich bei den natürlichen Suchergebnissen bewährt hat, wird nun auch bei den bezahlten Anzeigen eingeführt. In Zukunft wird somit neben jeder Anzeige ebenfalls eine Lupe erscheinen, mit der sich die User eine Preview der Landing-Page anschauen können. Die Klicks auf die Lupe und die anschließende Vorschau sind dabei für die Advertiser kostenlos. Erst wenn ein User sich tatsächlich zur Landing-Page durchklickt wird der Klick berechnet.
Definitiv ein nettes neues Feature, welches das Klickverhalten der User nachhaltig beeinflussen wird. Hatte die Landing-Page bisher nur marginalen (und nur aus technischer Sicht) Einfluß auf die Qualität der Anzeigen, kann Sie nun direkt die Klickrate und somit den Qualitätsfaktor von Keywords und Anzeigentexten beeinflussen. Anzeigen und Zielseiten rücken somit enger zusammen und sollten in Zukunft noch mehr eine Einheit bilden. Vor allem auf die Gestaltung und die Struktur der Landing-Pages werden die Instant Previews einen Einfluss haben. Denn ein User wird Seiten bei denen schon in der Preview eine erkennbare Relevanz zur Suchanfrage deutlich wird bevorzugt anklicken. Desweiteren kann ein “schönes” Design zukünftig auf die Klickrate einzahlen. Große H1 Überschriften mit Keyword-Insertion sowie A/B-Farbtests werden wohl in nächster Zeit auf die SEM-Welt zukommen
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Da fragt man sich nur was Google sich davon verspricht. Denn schließlich werden die Instant Previews viele unnötige Klicks verhindern (und das bedeutet erstmal weniger Geld für Google). Musste man sich bisher bis auf die Landing-Page durchklicken um sich einen Eindruck von der Webseite verschaffen, kann man dies nun ohne Klick (und damit für den Advertiser kostenlos). Die Antwort ist wie immer: Googles höchstes Ziel ist die Zufriedenheit der User! Denn zufriedene User kommen wieder -> sichern die marktbeherrschende Stellung -> und sorgen dafür das die Advertiser ebenfalls zufrieden sind, weil Adwords weiterhin eine riesige Reichweite bietet und die effizienteste Form der Werbung bleibt. Kurzfristige Einbußen aufgrund “fehlender” Klicks sichern also Googles Einnahmen in der Zukunft! Desweiteren sorgt das Feature natürlich auch dafür, dass Advertiser Ihre Zielgruppe noch effizienter erreichen können, was im Hinblick auf die Konkurrenz Facebook-Ads natürlich ebenfalls nicht schaden kann.
Instant Previews für Ads werden ab sofort in den USA auf Google.com angezeigt und in den nächsten Wochen weltweit eingeführt werden.
+1: Google führt eigenen Like-Button ein
Veröffentlicht am 31. Mrz, 2011 von Simon Gall in SEM, SEO, Social Media

Googles +1-Button
Jetzt ist es also raus: Google führt einen eigenen Like-Button namens +1 (Plus One) ein und reagiert damit auf Facebooks Social-Graph-Gefällt-mir-dir-und-allen-deinen-Freunden-Offensive der letzten Monate.
Der +1-Button soll schrittweise eingeführt werden und nach Googles Vorstellung bald das gesamte Web erobern. So wird der Button zunächst in der Suche neben jedem Suchergebnis sowie den Adwords-Anzeigen erscheinen. Später soll es zudem möglich sein den Button auf jeder Webseite einzubauen um damit sozusagen alles “empfehlbar” zu machen (eben genau wie mit dem Like-Button).
Sinn des +1-Buttons ist es Suchergebnisse, Adwords-Anzeigen, Webseiten, Videos, Bilder und eben alles was es im Internet so gibt seinen Freunden empfehlen zu können. Klickt man also z.B. neben einem Suchergebnis auf den +1-Button, so erhalten die eigenen Freunde bei der nächsten Suche nach dem selben Thema eben genau bei diesem Ergebnis den Hinweis, dass einem diese Seite gefällt (Max Mustermann+1′d this). Andersherum sieht man natürlich selbst bei seinen Suchanfragen welche Ergebnisse wiederum von den eigenen Freunden empfohlen werden. Um die neue +1-Funktion nutzen zu können muss man in seinem Google-Account eingeloggt sein und über ein öffentliches Google-Profil verfügen.
Hier ein kurzes Erklärungs-Video von Google:
Wozu der +1-Button?
Mit der Einführung der +1-Funktion verfolgt Google diverse Ziele. Zunächst ist es natürlich der Versuch zu Facebook aufzuschließen und das Prinzip der “sozialen Suche” in die Google-Suche zu integrieren. Suchergebnisse die von Freunden und Bekannten empfohlen werden sollten logischerweise für den Einzelnen einen höheren Stellenwert haben und dementsprechend weiter oben auf den Ergebnisseiten angezeigt werden. Weiterhin bietet die zu erwartende Vielzahl von “+1-Empfehlungen” Google in Zukunft ein neues Relevanzkriterium für das Ranking der Suchergebnisse und der Adwords-Anzeigen. Es wird wohl nicht lange dauern bis die Auswirkungen der +1-Funktion auch die allgemeinen Suchergebnisse und Anzeigen (also wenn man nicht eingeloggt ist) beeinflußt. “Googles Algorithmus + soziale Empfehlungen” könnte durchaus die neue Zauberformel sein und dem Suchmaschinengiganten die aktuelle marktbeherschende Stellung sichern.
Was will Google in Wirklichkeit mit dem +1-Button erreichen?
Das sind die offensichtlichen bzw. kommunizierten Absichten hinter dem +1-Button. Woran Google eigentlich interessiert ist, sind (weiterlesen…)
Adwords Targeting-Option für iPad & Co.
Veröffentlicht am 22. Mrz, 2011 von Simon Gall in SEM

iPad Targeting für Google Adwords
Google hat heute bekannt gegeben, dass in den nächsten Wochen eine neue Ausrichtungsoption für Tablet-Geräte verfügbar gemacht wird.
Die neue Targeting-Option wird eine genauere Aussteuerung der Adwords-Anzeigen für Tablet-Computer wie Apple iPad, Samsung Galaxy Tab oder Motorola Xoom ermöglichen. In den Kampagneneinstellungen wird man zukünftig neben den Möglichkeiten der Aussteuerung auf Desktop-Computer und Laptops sowie iPhones und andere Mobilgeräte mit vollwertigem Internetbrowser die neue Option “Tablets mit vollwertigem Internetbrowser” auswählen können. Wie schon bei iPhone und Co. wird man dann die Möglichkeit haben auszuwählen, auf welchen Typen von Geräten und Betriebssystemen die AdWords-Anzeigen erscheinen sollen.
In den kommenden Wochen wird die Option in allen Adwords-Konten verfügbar sein. Standardmäßig wird die Ausspielung der Anzeigen auf Tablet-Computern aktiviert sein. Wer also nicht möchte, dass die Anzeigen auf iPads und anderen Tablets erscheinen sollte die Option manuell in den Einstellungen deaktivieren. Sobald die neue Tablet-Option zur Verfügung steht, wird laut Google eine Meldung mit einem Link im AdWords-Konto angezeigt werden.
Google Adwords: Endlich, die automatischen Regeln sind da
Veröffentlicht am 22. Feb, 2011 von Simon Gall in SEM
Google hat seit kurzem die sogenannten “automatischen Regeln” für alle Adwords Konten freigeschaltet. Lange angekündigt und längst überfällig erhält Adwords damit ein internes Bid-Management-System zur Kampagnenverwaltung.
Je nach Umfang des Kontos können routinemäßige Arbeiten wie das Einstellen von Geboten oder das Pausieren von Anzeigen und Keywords sehr zeitraubend sein. Genau hier liegt der Hauptnutzen von Bid-Management-Systemen. Mit den neuen automatischen Regeln bietet Adwords nun die Möglichkeit Kampagnen, Anzeigengruppen, Keywords und Anzeigen mithilfe verschiedener Bedingungen automatisch anzupassen. So können einerseits Fangnetze installiert werden, die negative Entwicklungen erkennen und vor unnötigen Ausgaben schützen, andererseits können aber auch automatisch Chancen erkannt und genutzt werden, indem z.B. bei positiven CPO-Entwicklungen automatisch mit erhöhten Geboten reagiert wird.
Im Adwords-Konto findet man die automatischen Regeln als Dropdown-Menü auf den Tabs der verschiedenen Kontoebenen (Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen und Keywords). Hier können Regeln zu Status (pausieren/aktivieren), Geboten (erhöhen/senken) und Tagesbudget (erhöhen/senken) erstellt werden, wobei die Ausführung der Regeln einmalig, täglich, wöchentlich oder monatlich erfolgen kann. Zudem hat man umfangreiche Möglichkeiten bei der Einstellung der Daten die Adwords bei der Überprüfung der Regeln betrachten soll. So können die Regeln z.B. auf die Daten des gleichen Tages, des Vortages, der letzten 7 Tage usw. bis hin zum letzten Monat angewendet werden.
Auch wenn die automatischen Regeln bei routinemäßigen Adwords-Aufgaben den Arbeitsalltag erleichtern können sollte man sich natürlich nie völlig auf sie verlassen.
Zudem sollte man sich immer darüber bewusst sein, welche Auswirkungen die eingesetzten Regeln im Einzelnen haben können und regelmäßig den Erfolg kontrollieren.
Hier noch ein offizielles Video von Google:
Google verlängert Adwords Headline
Veröffentlicht am 03. Feb, 2011 von Simon Gall in SEM
Google testet bei seinen Adwords Anzeigen gerne neue Darstellungsformen und Features und untersucht die Auswirkungen auf die Klickrate. Nachdem in der letzten Zeit eher neue Features wie die Sitelinks, Poduktlinks und Shopbewertungen etabliert wurden, gibt es ab sofort eine Änderung, die ausschließlich die Darstellung der Anzeigen-Headlines betrifft.
Bei einigen Anzeigen der Top-Ergebnisse, die links über den natürlichen Suchergebnissen angezeigt werden, wird zukünftig anstatt der 25 Zeichen langen Headline eine Überschrift von bis zu 70 Zeichen angezeigt. Bei den angehängten Zeichen handelt es sich allerdings nicht um neue, die man als Advertiser zusätzlich zur Verfügung hat, sondern um die erste Description-Line der Anzeige. Diese wird getrennt durch einen Bindestrich automatisch in der Headline angezeigt, sobald das letzte Zeichen der Zeile ein Punkt oder Ausrufezeichen ist. Für das Texten der Anzeigen ergeben sich daraus interessante neue Möglichkeiten.

Längere Adwords Headlines
Google Instant Search: Suchergebnisse schon beim Tippen
Veröffentlicht am 08. Sep, 2010 von Simon Gall in SEM, SEO

Google Instant
Google hat mit Instant Search eine neue Funktion seiner Suchmaschine vorgestellt. Instant Search liefert dem User bereits beim Eintippen von Suchbegriffen relevante Suchergebnisse und passt diese während der EIngabe dynamisch an. Grundlage der angezeigten Ergebnisse ist dabei der erste Eintrag der bereits bekannten Google Suggest Funktion, die dem Benutzer beim Eintragen einer Suchanfrage 5 Vorschläge (vorher 10) relevanter Suchbegriffe präsentiert. Tippt man also ipa in den Suchschlitz bekommt man in Echtzeit Suchergebnisse zur Anfrage ipad geliefert, da dies der erste Suggest-Vorschlag für diese Buchstaben-Kombi ist. Gibt man aber als nächstes ein n ein ändern sich die Suchergebnisse promt und man bekommt Treffer für ipanema angezeigt. Sobald man mit der vorgeschlagenen Suchanfrage zufrieden ist, muss man nichts machen als Aufhören zu tippen. Suchbutton und Entertaste werden somit erstmal überflüssig. Laut Google sollen mit Instant Search zwischen 2 und 5 Sekunden pro Suchanfrage eingespart werden.
Aus SEO-Sicht ist unklar, welche Auswirkungen Google Instant mit sich bringen wird. Auf die Reihenfolge der Suchergebnisse hat Google Instant jedenfalls keinen Einfluss. Allerdings wird die “neue Art zu Suchen” auf kurz oder lang die Suchgewohnheiten der User beeinflussen. Am wahrscheinlichsten ist wohl eine weitere Schwächung bzw. zunehmende Verdichtung des Long-Tail. Sorgten früher noch Kreativität und Rechtschreibschwäche jedes einzelnen Users für eine bunte Mischung unzähliger Mehrwort-Kombinationen und Misspellings, wird der Long-Tail seit Google-Suggest zunehmend auf populäre Suchanfragen komprimiert. Alleine, weil jetzt nur noch 5 anstatt der vorher 10 angezeigten Vorschläge gemacht werden, wird die Verdichtung höchstwahrscheinlich noch weiter zunehmen.
Aus SEM-Sicht sind die Auswirkungen schon offensichtlicher, denn die Echtzeitergebnisse haben natürlich auch einen Einfluss auf die Adwords-Anzeigen und deren Impressions. Bliebe bei der Zählung der Impressions alles beim Alten würden die Anzahl dieser wohl mit Google Instant explodieren. Deshalb hat Google im Inside AdWords Blog gleich eine neue Definition für die Zählung von Anzeigen-Impressions bekannt gegeben. Demach wird eine Impression nur dann gezählt, wenn:
- ein Nutzer eine vorgeschlagene Suchanfrage auswählt (beispielsweise durch Drücken der Eingabetaste oder Klicken auf die Suchschaltfläche),
- auf einen Link auf der Ergebnisseite klickt oder
- länger als drei Sekunden keine Eingabe mehr vornimmt.
Google Instant wird nach und nach weltweit eingeführt und funktioniert vorerst nur mit den aktuellsten Browsern (Google Chrome 5/6, Firefox 3, Safari 5 für Mac oder Internet Explorer 8).
In Deutschland ist die Funktion bereits für User, die in Ihrem Google-Konto eingeloggt sind, verfügbar.
Neuer Adwords Matchtype: Weitgehend passend mit Modifizierer
Veröffentlicht am 15. Jul, 2010 von Simon Gall in SEM
Gestern hat Google weltweit eine neue Adwords Matching-Option veröffentlicht. Mit dem neuen Matchtype “Weitgehend passend mit Modifizierer” schließt Google die Lücke zwischen Broad- und Phrase-Match und bietet Advertisern ab sofort wieder mehr Kontrolle über die Keyword-Ausrichtung. Der Broadmatch ist in den letzten Jahren aufgrund sehr weitgefasster Matchings (extended Broad-Match = irgendein Zusammenhang wird sich schon herstellen lassen) und schlechter Kontrollierbarkeit immer unattraktiver geworden. Viele Advertiser sind deshalb dazu übergegangen Keywords grundsätzlich nur noch als Phrase- oder Exact-Match zu buchen und die Option “weitgehend passend” lediglich sporadisch zum Erschließen neuer Keywords und Kombinationen zu nutzen. Mit der neuen Modifier-Option reagiert Google jetzt endlich auf die anhaltende Kritik von Werbetreibenden und Agenturen.
Um den neuen Broad-Match-Modifier zu nutzen, muss man einfach ein Pluszeichen vor ein weitgehend passendes Keyword oder einen Teil des Keywords setzen. Jedes Wort, dem ein Pluszeichen vorangestellt ist muss dann so oder in einer nahen Variante in der Suchanfrage vorkommen. Als nahe Variante versteht Google hierbei Schreibfehler, Singular- und Pluralformen, Abkürzungen und Akronyme sowie Wortstammvariationen. Synonyme und verwandte Begriffe (also der extended Broadmatch) gehören nicht dazu.
Wurden vorher also bei einem Broadmatch des Keywords Flug Miami, auch Suchanfragen wie Flug Los Angeles (beide Städte liegen doch schließlich in den USA
) bedient, so hat man nun die Möglichkeit durch ein Pluszeichen im Keyword (Flug+Miami) dieses weitgefasste Matching zu unterbinden.
Hier eine anschauliche Übersicht zum Modifier aus Googles Inside Adwords Blog:
Caffeine: Googles neuer Index
Veröffentlicht am 09. Jun, 2010 von Simon Gall in SEO
Gestern Nacht hat Google weltweit seinen neuen Suchindex namens Caffeine live gestellt. Der neue Index soll 50% aktuellere Suchergebnisse liefern als zuvor. Für SEO’s und Webseitenbetreiber bedeutet Caffeine, dass auf Webseiten vorgenommene Änderungen in Zukunft schneller von Google erfasst und in den Suchergebnissen berücksichtigt werden.

Alter vs. neuer Index
Beim alten Index konnten zwischen dem Zeitpunkt einer Änderung und der endgültigen Darstellung in den entsprechenden Suchergebnissen Tage bis Wochen vergehen. Dies lag daran, dass der alte Index aus verschiedenen Schichten bestand, welche in unterschiedlichen Intervallen aktualisiert wurden.
Ein konkretes Bild von diesen Datenschichten konnte man sich verschaffen, wenn man den Weg einer neuen Unterseite in den Google Index etwas genauer verfolgte. Zunächst mußte man warten bis der Google-Bot über einen Link auf die neue Unterseite aufmerksam wurde. Danach konnte die Seite zwar schon per site-Abfrage gefunden werden, jedoch noch nicht zu den enthaltenen Keywords oder Phrasen. Als Nächstes wurde die Seite über die Hauptkeywords auffindbar, hatte jedoch noch keine guten Positionen, da z.B. die eingehenden Links noch nicht mit der Seite assoziiert wurden usw. Da die verschiedenen Layer weltweit in einer bestimmten Frequenz aktualisiert wurden konnte es schonmal einige Zeit dauern bis eine neu indexierte Seite in den Suchergebnissen auftauchte.
Google Caffeine soll diesen Prozess jetzt deutlich schneller machen, indem das Web in kleine Portionen aufgeteilt und unabhängig voneinander analysiert bzw. aktualisiert wird. So können laut Google mehrere hunderttausend Webseiten parallel indexiert und neue Seiten schneller hinzugefügt werden.
Wie sich Google Caffeine letztendlich auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken wird bleibt abzuwarten – zumal Google betont, dass Caffeine keinen Einfluß auf die Berechnung des Rankings hat. Klar ist jedoch, dass SEO an Geschwindigkeit zulegen wird, da Änderungen, ob positiv oder negativ, deutlich schneller ihren Weg in die Suchergebnisse finden werden.
Google stellt neues Design online
Veröffentlicht am 06. Mai, 2010 von Simon Gall in SEO
Google hat heute offiziell das neue Layout seiner Suchmaschine für alle Nutzer freigegeben. Neben einer leicht veränderten Optik von Logos und Suchfeld wurde auf der linken Seite der Suchergebnisse eine Optionsleiste eingefügt, die dem User die Möglichkeit bietet, die Suchergebnisse schnell nach bestimmten Kriterien zu filtern oder zusätzliche Werkzeuge zur Verfeinerung der Suchanfrage einzublenden.
Im Laufe der Zeit hat Google immermehr Spezialsuchmaschinen entwickelt, in denen die Suchergebnisse nach bestimmten Typen gefiltert sind. So hat man seit Längerem die Möglichkeit nur nach Bildern, Videos, Newsergebnissen oder Blogbeiträgen zu suchen. Die neue Optionsleiste soll es für die User ab sofort einfacher machen auf diese speziell sortierten Suchergebnisse zuzugreifen.





